WAGENHALLEN:RAUM FÜR KUNST IN STUTTGART Die Königlich Württembergischen Wagenhallen. Das sind über elftausend Quadratmeter umbauter Raum. Im Jahre 1895 als Waggoninstandsetzungshalle der Württembergischen Staatsbahnen errichtet und zuletzt als Instandsetzungshalle für Fahrzeuge des Personennahverkehrs benutzt, sind sie Teil der wenigen Zeitzeugen aus der Zeit der Frühindustrialisierung in Stuttgart. Im Jahre 2003 schloss eine Initiative aus 17 Künstlern und Architekten mit der Stadt einen zwischenzeitlichen Nutzungsvertrag für das Gelände. Seither füllen die Künstler der Wagenhallen die zuvor der Verwahrlosung preisgegebenen Fläche mit Leben. Sie aktivieren leer stehende Räume um sie wieder in den gesellschaftlichen Kreislauf zurückzuführen. Wir sind die Künstler der Wagenhallen im Inneren Nordbahnhof. Ein Konglomerat aus kreativen Köpfen das hier mit den Wagenhallen die optimale Ausgangssituation für die Produktion und Präsentation unserer Kunst gefunden hat. Wir handeln interdisziplinär und lassen uns nicht auf eine Kunstgattung beschränken. Durch die räumliche Nähe, die sich uns auf dem Gelände im Inneren Nordbahnhof bietet und die wir sonst an keinem anderen Ort in Stuttgart finden können, haben wir die Chance wahrgenommen, unser künstlerisches Potential zu bündeln und an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Nirgends sonst sind die Möglichkeiten um Kunst nicht nur zu produzieren sondern auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen in der Form gegeben wie in den Wagenhallen. Wir wollen als Künstler unter dem Dach der Wagenhallen unseren Standpunkt in der Stadt klarmachen und uns einen eigenen Bereich in der Kulturlandschaft Stuttgarts sichern. Von hier sollen klare Signale an die Öffentlichkeit gehen: die junge Kunstszene hat ihren Platz gefunden. Wir wollen als Einheit eine starke Institution werden, die zum kulturellen Leben und Überleben in Stuttgart beiträgt.
Grundkonzeption für die Zwischennutzung der Wagenhallen im Inneren Nordbahnhof als PDF-Download (prolog.pdf 1,5 mb)
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